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04. Juni 2016

Metropolitan Solutions

Die Joanes Stiftung nutzte die Messe „Metropolitan Solutions“ als Plattform für eine Podiumsdiskussion zum Thema „Corporate Urban Responsibilty – Innovative Prozesse für die Gestaltung zukunftsfähiger Quartiere“.
Die Diskussion thematisierte die Frage, wie neue Zugänge und Arbeitsprozesse geschaffen werden können, um ein integriertes und abgestimmtes Verfahren im Planungs- und Bauprozess von Stadtquartieren zu gewährleisten.

Nach der Begrüßung durch Sven Henkes, Leiter Unternehmensstrategie und Business Development der Ziegert Bank- und Immobilienconsulting, leitete Dr. Philipp Bouteiller, Geschäftsführer der Tegel Projekt GmbH in die Thematik ein, indem er am konkreten Bauvorhaben die Herausforderungen und auch Chancen der integrierten Quartiersentwicklung untermauerte.
An der Diskussion nahmen Prof. Raoul Bunschoten von der TU Berlin, Hiltrud Sprungala, ehemalige Vorsitzende des Bundesverbandes freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen, Dirk Lönnecker, Vorsitzender des Vorstandes der Berliner Bau- und Wohnungsgenossenschaft von 1892 eG, Andreas Krüger, Geschäftsführer der Belius Stiftung und Alexander Happ, Geschäftsführer der BUWOG Group teil.

Im Gespräch wurden die Diskussionsteilnehmer gebeten ihren Blickwinkel auf die Thematik zu schildern. In einer spannenden Diskussion wurde dafür plädiert mehr Spielräume für kreative Ideen zu schaffen und auch neuen Akteuren die Chance zu geben sich zu beteiligen. Zudem beschrieben die Anwesenden, dass eine große Herausforderung darin bestehe, den immer komplexer werdenden Prozess adäquat zu steuern und mit der Vielzahl der Stakeholder – auch jenen, die nicht origniär am Bau beteiligt sind – den Austausch zu suchen. Es wurde angemerkt, dass die zunehmende Komplexität von Bauprojekten ein abgestimmtes Verfahren zusätzlich erschwere und, dass regulatorische Determinanten ein Hemmnis für effizientes und kostengünstiges Bauen darstelle.
Zudem – so waren sich die Teilnehmer einig – sei eine erfolgreiche Organisation des Planungs- und Bauprozesses in hohem Maße vom Engagement einzelner Personen abhängig. Die Innovationsfähigkeit liege in den Händen motivierter Akteure. Im Umkehrschluss stellen weniger engagierte Personen eine oft kaum überwindbare Barriere dar. Die Diskussionsteilnehmer waren sich einig darüber, Prozessinnovation als Chance zu begreifen und durch ein entsprechendes Mindset Möglichkeitsräume für neue Ansätze und Synergien zu schaffen.

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