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17. Februar 2017

Stadtlandschaften – Bildungslandschaften

Deutscher Stiftungstag in Osnabrück, 17-19. Mai

Bildung wird in der Pädagogik als „andauernder Entwicklungs- und Entfaltungsprozess“ verstanden, der es dem Individuum ermöglicht seine Persönlichkeit zu formen, entscheidungsfähig zu sein und verantwortlich zu handeln.

In diesem Sinne verstehen wir unter Bildung auch diejenigen Prozesse, welche ungeplant oder unbewusst im Alltag von Familie und Nachbarschaft, zwischen Arbeit und Freizeit geschehen, und welche wiederum Einfluss auf die weitere Einbindung in Bildungsstrukturen als Grundlage für soziale Chancengleichheit – und Teilhabe eines jeden hat.

Der Lebensraum als soziale, kommunale und geographische Grundlage hat also unmittelbare Wirkung auf den Werdegang des Individuums und damit der Gesellschaft als Ganzes. Um die Entwicklung und den demographischen Wandel nachhaltig, positiv und verantwortungsvoll zu unterstützen können Aktivitäten aus Kultur, Umweltschutz und Sozialem dazu beitragen Integration zu fördern und soziale Spaltung zu verringern. Insofern spielt das Thema Bildung eine große Rolle, wenn es um die Schaffung neuer Lebensräume im Sinne von städtischen Quartieren geht. Das Anliegen der Joanes Stiftung ist es, dass der demokratisierende Charakter von Bildung aktiv bei der Entwicklung neuer Stadträume einbezogen wird, um langfristig sozial stabile und nachhaltige Quartiere zu schaffen.

Zu den vielförmigen Bildungslandschaften tauschten sich im Rahmen des Deutschen Stiftungstages vom 17.-19. Mai in Osnabrück Stiftungen aus unterschiedlichen Bereichen zum Thema aus.

Das besondere an der Veranstaltung dieses Jahr war, dass die lokalen Stiftungen ihre Arbeit vor Ort präsentierten. Der direkte Praxisbezug sollte die unmittelbare Kommunikation zwischen Zielgruppen und Projektmachern ermöglichen, damit gemeinsam bedarfsgerechte Lösungen erarbeitet, und Wege und Lebensräume gestaltet werden können.